Gemeinde Thurn in Osttirol

Familienfreundliche Gemeinde

Pressebericht

Was ist „die familienfreundliche Gemeinde“?

Die Zertifizierung „familienfreundlichegemeinde“ ist ein kommunalpolitischer Prozess für österreichische Gemeinden, Marktgemeinden, Städte und Bezirke. Ziel ist es, das Vorhandensein familienfreundlicher Maßnahmen in der Gemeinde zu identifizieren und den Bedarf an weiteren zu ermitteln. Unter Einbindung aller Generationen und Fraktionen entwickelt eine Projektgruppe anhand vorab definierter Lebensphasen und Handlungsfelder, individuell und bedarfsorientiert neue Maßnahmen zur Erhöhung der Familienfreundlichkeit.

Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses werden bedarfsgerechte Maßnahmen für Kinder, Jugendliche, Familien, Singles und ältere Menschen sowie auch generationenübergreifende Projekte erarbeitet. Die gesetzten Ziele sind innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Nach positiver Begutachtung der umgesetzten Maßnahmen durch eine externe Zertifizierungsstelle wird die Gemeinde vom zuständigen Bundesministerium mit einem staatlichen Gütezeichen ausgezeichnet. Das Gütezeichen „familienfreundlichegemeinde“ erhöht die Attraktivität der Gemeinde als Lebens- und Wirtschaftsstandort und schafft einen entscheidenden Standortvorteil. Es trägt so auch dazu bei, dass sich vermehrt Familien mit Kindern in der Gemeinde ansiedeln und sendet ein positives Signal weit über die Gemeindegrenzen hinaus.

Wie kam es zum Prozess FFG in der Gemeinde Thurn?

Im Frühjahr 2017 schlug Bgm. Ing. Reinhold Kollnig - auf Einladung der Landesrätin Palfrader dem Ausschuss Familie Jugend Senioren (FJS) die Teilnahme am Prozess zur FFG vor. Die Ausschussobfrau Dr. Alexandra Thaler-Gollmitzer besuchte sodann das nächste angebotene Auditseminar im Mai 2017 in Kärnten - gemeinsam mit je einer Vertreterin der Gemeinden Gaimberg und Oberlienz. Die Ausschussmitglieder und in weiterer Folge die Gemeinderatsmitglieder konnten sodann von diesem Projekt überzeugt werden, und konnte der Beschluss des Gemeinderates zur Teilnahme noch im Mai 2017 erwirkt werden. Im Jänner 2018 wurde die Teilnahmevereinbarung unterfertigt. Als Auditbeauftragte wurde Dr. Alexandra Thaler-Gollmitzer, die Ausschussobfrau des Ausschusses FJS namhaft gemacht, welche insb. von ihrem Stellvertreter Mag. Martin Rainer tatkräftig unterstützt wird.

Der Prozess FFG:

Von der Familie & Beruf Management GmbH wurde uns ein Betreuer zugeteilt, welcher uns durch den Prozess führen sollte. Der erste Workshop zur Ist-Standerhebung und weiteren Planung - insb. der Planung einer Umfrage - fand dann am 30.05.2018 statt. Über den Sommer wurde eine Fragebogenaktion durchgeführt und die Auswertung der Ergebnisse vom Betreuer vorgenommen. Der zweite Workshop fand sodann am 12.09.2018 statt und wurden dazu die Vereinsobleute der Vereine der Gemeinde Thurn eingeladen, welche beinahe vollzählig erschienen sind. (Bemerkenswert war ua, dass die gesamte Lehrerschaft der Volkssschule Thurn vertreten war). Im Zuge dessen wurden die Ergebnisse der Fragebogenaktion präsentiert und besprochen sowie Maßnahmen daraus abgeleitet. Die Durchführung einer Veranstaltung im "Kammerlanderstall" wurde beschlossen und in weiterer Folge vom Ausschuss geplant und organisiert. Diese fand sodann am 07.11.2018 statt und nahmen ca. 100 Personen daran teil, welche sehr fleißig mitarbeiteten und motiviert waren. Aus den Ergebnissen dieser Veranstaltung konnten in weiteren Ausschusssitzungen sowie im Zuge eines Workshops folgende sechs Maßnahmen herausgefiltert werden:

  1. "Verkehrssicherheit im Ortsgebiet",
  2. "Wintersicherheitstag",
  3. "Kinder gesund bewegen",
  4. "Vorlese u. Spielevormittage (KG-Kinder mit Senioren)",
  5. "Taxigutscheine für Menschen mit Beeinträchtigung",
  6. "Information zu regionalen Produkten der Landwirtschaft".

Diese Maßnahmen wurden am 18.12.2018 vom Gemeinderat beschlossen und mittlerweile auch schon teilweise umgesetzt.

Zertifizierung:

Der Prozess konnte bereits Anfang des Jahres abgeschlossen werden und ist Thurn seitdem eine zertifizierte familienfreundliche Gemeinde. Dies wird am Ortseingang bildlich durch Anbringung der erhaltenen Tafeln zum Ausdruck gebracht.

Was ist uns wichtig?

Im Prozess war für uns insbesondere die Miteinbeziehung der breiten Bevölkerung und zwar aller Bevölkerungsschichten von jung bis alt - neu zugezogen oder schon seit Generationen im Ort ansässig – sehr wichtig.

Viele Augen sehen mehr, viele Köpfe denken besser und erweitern den Horizont. Auch in Zukunft wollen wir gerne vermehrt Meinungen und Entwicklungsvorschläge aller Mitbürger/-innen in die Entscheidungsfindungen miteinbeziehen und hoffen, dass die Menschen sich damit auch an die Gemeinde wenden, um diese gemeinsam im Sinne aller weiter entwickeln zu können.

Dr. Alexandra Thaler-Gollmitzer

 

 

Für Informationen steht Alexandra Thaler-Gollmitzer unter der Telefonnummer 0664/460 84 40 gerne zur Verfügung.

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